Was ist Aikido?

Video des Deutschen Aikido Bundes


Ein gewaltiger Hieb …

…. aber er trifft nicht. Da wo noch kurz zuvor der Kopf eines Menschen war, ist jetzt nichts mehr, was getroffen werden könnte. Während er das realisiert, landet der Angreifer bereits auf dem Boden. Kein Block, kein Gegenschlag. Nichts Greifbares hat ihn geworfen – und doch konnte er der sanften Kraft, die das bewirkt hat, nicht widerstehen.

Menschen stehen dem Phänomen Aikido oftmals ratlos oder spöttisch gegenüber. Ratlos, weil sie sich auf den ersten Blick nicht erklären können, wie das Ganze funktioniert. Spöttisch, weil sie nicht glauben, dass es funktioniert. Die spielerische Leichtigkeit mit der ein Angreifer geworfen werden kann, scheint nur durch das stille Einverständnis desjenigen möglich zu sein, der geworfen wird. Dieses Einverständnis gibt es wirklich – allerdings beruht es nicht auf Absprache sondern auf den Prinzipien des Aikido.

Kraft wird nicht Kraft entgegengesetzt, Kraft wird mit Kraft vereint und so verdoppelt. Gegensätze werden aufgehoben. Bewegungen verschmelzen miteinander, gehen ineinander über. Die Kontrolle über das Geschehen bleibt jedoch immer beim Werfer. Und weil er in jedem Moment die Situation sicher kontrollieren kann, ist es ihm möglich, nicht nur sich selbst, sondern auch das Leben und die Gesundheit des anderen zu schützen.

Eine Einleitung in das Thema Aikido von www.aikido.de/einleitung.html

Wo kommt Aikido her?

0b39a771955af557a60dc8f31944216e

Aikido ist eine von dem Japaner Morihei Ueshiba begründete Kampfkunst. Er lebte von 1883 bis 1969. Es ist ein harmonisches, dynamisches aber wirksames System der humanen Selbstverteidigung, das der Unversehrtheit des Angreifers genauso viel Bedeutung beimisst, wie der Unversehrtheit des Verteidigers.

Typisch für Aikido sind die kreisförmigen und harmonischen Bewegungen mit denen die Kraft eines Gegners gegen ihn selbst gerichtet wird und er kontrolliert zu Boden gebracht oder geworfen wird.


Die Philosophie des Aikido

Aikido könnte man auch als Charakterschule bezeichnen. Wer Aikido macht, begegnet beim Training neben seinem Übungspartner vor allem sich selbst und lernt auf der Matte neue Formen des Umgangs mit sich und anderen kennen. Idealerweise überträgt der Aikido Schüler die Prinzipien des Aikido auch in seinen Alltag. Diese könnte man so zusammenfassen: „wer nicht kämpft, hat schon gewonnen“ und „lieber sich befreunden, als bekämpfen“.

Aikido beruht auf einem geschulten und disziplinierten Willen als lenkender Kraft (KI) und dem Vermögen, Gedanken und Handlungen in Harmonie (AI) zu koordinieren. Ähnlich wie bei ZEN-Praktiken werden auch im Aikido Körperhaltungen und Einstellungen trainiert, die diesen Weg (DO) erleichtern und fördern sollen.


Advertisements